SchließenArtikelzusammenfassungDer Literaturkanon in Schule und Kritik ist noch immer ein ziemlich männlicher Monolog. Der Text zeigt zunächst anhand von Abiturdaten aus Nordrhein-Westfalen, wie drastisch Autorinnen im Unterricht unterrepräsentiert sind, und seziert dann den kulturellen Bias dahinter: Männliche Perspektiven laufen als vermeintlich universell durch, weibliche werden als Nische, Label oder eben abschätzig als »Frauenliteratur« vermarktet. Zuspitzung bekommt diese Schieflage durch Denis Schecks »Schnatterzone«-Kommentar, der wie ein schlecht gealterter Medien-Soundbite offenlegt, wie zäh die Geringschätzung weiblichen Schreibens im Feuilleton noch immer ist. Danach weitet der Artikel den Blick auf die Buchbranche, in der Frauen zwar als Leserinnen, Käuferinnen und Branchenarbeiterinnen den Laden mittragen, kulturell aber weiterhin nicht den Default-Status bekommen. Gefällt mir Gefällt mir Gefällt mir nicht Gefällt mir nicht Send