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»Entscheidung in Spanien« von Paul Ingendaay: Unter Blauäugigen und Blindwütigen
['Eine Rezension Von']
ZEIT ONLINE | Nachrichten, Hintergründe und Debatten
SchließenArtikelzusammenfassungPaul Ingendaays Buch macht den Spanischen Bürgerkrieg als fiebriges Panorama aus Idealismus, Gewalt und fatalen Fehleinschätzungen erfahrbar.
Es beginnt mit Simone Weils fast slapstickhaft tragischem Frontabenteuer im August 1936 und entfaltet dann in 135 chronologisch getakteten Miniaturen ein dichtes Ensemble aus Intellektuellen, Reportern, Milizionären und politischen Playern, die zwischen Pathos, Propaganda und bitterer Realität taumeln.
Gerade deshalb funktioniert das Buch so gut: als klug montierte, empathische und leicht ironische Reportage über die Verlierer der Geschichte, mit nur einem kleinen dramaturgischen Stolperer namens Thomas Mann im Schweizer Off.
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