SchließenArtikelzusammenfassungAcht junge Neonazis stehen in Hamburg vor Gericht, und am Ende geht es nicht nur um Schuld, sondern um die heikle Gretchenfrage des Jugendstrafrechts: Erziehen oder wegsperren. Chronologisch zeichnet der Prozess nach, wie sich die Mitglieder der rechtsextremen Gruppe »Letzte Verteidigungswelle« seit Frühjahr 2024 in einem WhatsApp-»Generalchat« radikalisierten, sich mit NS-Rollenfantasien aufluden und aus digitalem Maulheldentum reale Gewalt machten – vom Brandanschlag auf ein Kulturzentrum in Brandenburg bis zum versuchten Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft in Thüringen. Das Gericht beschreibt eine Mischung aus Turbo-Radikalisierung, kaputten Biografien, familiärer Indoktrination und pubertärem Geltungsdrang, verweist aber zugleich darauf, dass die Chatprosa der Angeklagten so menschenverachtend war, dass der Schritt vom edgy Szenejargon zum Terror eben keineswegs bloß Pose blieb. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Gefällt mir Gefällt mir Gefällt mir nicht Gefällt mir nicht Send