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»Gut gegen Nordwind«: »Besser Liebesroman-Autor als Sexroman-Autor«
['Interview']
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SchließenArtikelzusammenfassungEin Tippfehler öffnet den Posteingang zu Daniel Glattauer.
Im vierwöchigen Mail-Interview blickt der scheue Bestsellerautor zunächst auf den Fluch seines Labels als „Liebesroman“-Mann zurück, erzählt von der lustvollen Entstehung von „Gut gegen Nordwind“, vom eigenen Zweifel am Manuskript und von einem Ruhm, der ihn zwar aus dem Journalismus katapultierte, aber auch in die Einsamkeit des Autorendaseins bugsierte.
Am eindringlichsten wird das Gespräch, als er über den assistierten Suizid seines Bruders Niki Glattauer spricht, die mediale Wucht dieses öffentlichen Abschieds einordnet und daraus eine fast politische Forderung nach offeneren Gesprächen über den Tod ableitet.
So entsteht aus der Mail-Korrespondenz mehr als Fanservice zum Kultroman: ein kluger, stellenweise bitterkomischer Deep Dive in Werk, Image, Erfolg, Verlust und die Frage, wie viel Autor eigentlich in seinen Figuren steckt.
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