Vier dieser Ereignisse erreichten statistische Wiederkehrperioden von 500 bis 1.000 Jahren, waren also echte „Jahrtausendfluten“ – neben der Magdalenenflut auch die von den Forschenden benannte Lichtmess-, die Jakobs- und die Bartholomäusflut. Die Studie entstand unter Leitung von Andrea Kiss und Günter Blöschl (Technische Universität Wien) gemeinsam mit einem interdisziplinären Team von mehr als 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Europa. 2025 forschte sie als Gastwissenschaftlerin am GWZO in Leipzig, wo sie die Studie auch finalisierte. An der Elbe stürzten die Brücken in Dresden und Meißen ein, in Thüringen die Übergänge über die Gera in Erfurt und über die Werra bei Vacha, Meiningen und Eisenach, in der Lausitz die Spreebrücke in Bautzen. Entlang der Donau berichtete der Chronist Johann von Winterthur von rund 6.000 Toten; europaweit forderten die Fluten viele Tausend Opfer.