Der CDU-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt tourt mit Didi Hallervorden unter dem Banner „Kunst braucht Freiheit“ durchs Land und nutzt dessen antiestablishmenttaugliche Provokationen gegen Kriegspolitik, Ukraine-Unterstützung und Gaza-Kurs als eine Art ausgelagerten Gegenstimmen-Channel, obwohl sie der Berliner CDU-Linie frontal widersprechen. Dass die CDU-Zentrale mit mahnenden Statements dazwischenfunkt, wirkt dabei wie klassisches Hauptstadt-Micromanagement mit Provinzblindheit – und als politischer Eigentreffer kurz vor einer Wahl, bei der Sachsen-Anhalt für Merz zur Schicksalsbühne werden könnte. Am Ende steht eine bitterkomische Pointe: Schulzes Distanz zur Bundesregierung ist womöglich die letzte verbliebene Firewall gegen einen AfD-Erfolg, und ausgerechnet Hallervorden liefert dafür den Soundtrack. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Gefällt mir Gefällt mir Gefällt mir nicht Gefällt mir nicht Send