Und die regierende CDU kam auf die Idee, Sozialhilfeempfänger könnten doch mal putzen. Seit Jahren erlebt Tokio einen historischen Touristenboom, der sich nicht nur anhand der zunehmenden Zahl ausländisch aussehender Gesichter zeigt, sondern auch durch Müll. Die Bezirksregierung von Shibuya verfolgte einen Plan, der Ähnlichkeiten mit der Idee der Berliner CDU hat, die Menschen einzubinden – und doch viel weniger tollpatschig daherkommt. Die Amtsstelle von Hironori Nakao hat an mehreren Orten im Bezirk Schließschränke aufgestellt, die mit Kneifzangen, Handschuhen und Müllsäcken ausgestattet sind. Der Beamte des Bezirksamts Shibuya in Tokio organisiert Putzkolonnen, die die Stadt sauber halten.