SchließenArtikelzusammenfassungSteffen Seibert verabschiedet sich aus Tel Aviv und klingt dabei so ungekünstelt wie lange nicht. Daraus entwickelt er eine bemerkenswert klare Lesart deutscher Staatsräson, die Israels Existenz schützt, aber eben nicht als Blankoscheck für Besatzung, illegale Siedlungen und das Überlegenheitsgefühl der Hardliner taugt – ein diplomatischer Reality-Check statt Sonntagsfloskel. Zurück in Berlin schaut Seibert dann mit einer Mischung aus Zuneigung, Irritation und feinem Spott auf Deutschland: auf Bürokratie-Grotesken, eine entpersonalisierte Medienlogik nach Gewalttaten, die Krisenstimmung der Republik und die offene Baustelle Antisemitismus in einer Einwanderungsgesellschaft. Am Ende steht ein Mann im Übergang, pensioniert auf dem Papier, innerlich aber weiter auf Sendung – neugierig, heimatbewusst, israelnah und entschlossen, sich nicht vom Newsfeed zum Beiwagen des eigenen Geräts degradieren zu lassen. Gefällt mir Gefällt mir Gefällt mir nicht Gefällt mir nicht Send