Regierungschef und Tisza-Vorsitzender Péter Magyar hatte zuvor Baka als »Beispiel für ein Engagement für die demokratische Rechtsstaatlichkeit und verfassungsrechtliche Grundsätze« gewürdigt. Ungarn müsse wieder »auf den Weg der Rechtsstaatlichkeit und der verfassungsmäßigen Ordnung« geführt werden, hatte er gesagt. Baka war von 1991 bis 2008 Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) und wurde 2009 Präsident des ungarischen Obersten Gerichtshofs. 2012 verlor er sein Amt, nachdem er unter anderem die von Orbáns Regierung verfügte Senkung des Ruhestandsalters für Richter von 70 auf 62 Jahre als Säuberung der Justiz kritisiert hatte. Der EGMR urteilte 2016, dass seine Absetzung seine Meinungsfreiheit verletzt habe.