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DDR-Ruine: Wie der Prenzlauer Berg seine letzte Mühle verlor
['Kerstin Heinrich']
Berliner Morgenpost
Sie erhielten oft klingende Namen wie „Solidarität“, „Jugend“, „Zum Bauarbeiter“ oder „Kalinka“, was sich im Interieur und den im Haus erhältlichen Spezialitäten niederschlug.
Besonders beliebt waren der nachmittägliche Tanztee, die Modeschauen am Abend, Bockbierfeste, Faschingsfeiern und der berüchtigte „Herbstball der Unverheirateten“, den die Gaststätte jährlich für ein Ü30-Publikum veranstaltete.
Einen Trostbesuch bei dem niedergeschlagenen Bündnispartner der „Allianz für Deutschland“ absolvierte an diesem Abend Lothar de Maizière (CDU), der in der Mühle einige Worte mit der DA-Nachwuchspolitikerin und Pressesprecherin Merkel wechselte.
Die „Mühle“ an der Greifswalder Straße wurde nach der Wende Anfang der 1990er-Jahre noch eine Zeit lang nachgenutzt.
Innerhalb weniger Wochen war der alte Gaststättenkomplex der „Mühle“ komplett abgerissen.