Bei dem Vorfall kamen rund 100 Menschen ums Leben - und die Migrationspolitik rückte wieder ins Zentrum der europäischen Politik. Entsprechend überrascht es kaum, dass der Zustrom nach Ceuta jenen Auftrieb gegeben hat, die für eine restriktivere Migrationspolitik werben. „Wenn Migration immer stärker als Sicherheitsproblem behandelt und mit repressiven Maßnahmen beantwortet wird, fördert das soziale Ausgrenzung und Marginalisierung – und kriminalisiert zugleich Solidarität mit Migranten“, so Catelli. Sie sieht schärfere Überwachungsmaßnahmen vor, Einschränkungen der Freizügigkeit und die Möglichkeit, sogenannte Rückführungszentren („return hubs“) in Drittstaaten einzurichten. Er hält sie für wirkungslos und mit den Werten der EU unvereinbar.