Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Bundesregierung aufgefordert, die geplante Einführung einer Wochenarbeitszeit zwingend an Tarifverträge zu koppeln. »Vereinbarungen über Wochenarbeitszeitmodelle gehören in Tarifverträge – dort wird auf Augenhöhe das passende Modell für den Betrieb verhandelt«, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Das Arbeitszeitgesetz sei kein Hindernis für Flexibilität, sondern schütze 43 Millionen Beschäftigte vor Überlastung und Unfällen. Arbeitgeber fordern seit Langem, den starren Achtstundentag zugunsten einer Wochenlogik aufzubrechen und die Zeiterfassung möglichst bürokratiearm auszugestalten. Piel verwies hingegen darauf, dass das Arbeitszeitgesetz schon jetzt Arbeitszeiten von zehn Stunden täglich an sechs Tagen in der Woche ermögliche.