"Deshalb braucht es endlich echte Lohntransparenz, denn nur was sichtbar ist, kann auch konsequent bekämpft werden", betonte die Ministerin. Die Frist, bis zu der die EU-Mitgliedsstaaten die Lohntransparenzrichtlinie in nationales Recht umsetzen müssen, ist eigentlich schon Anfang Juni ausgelaufen. Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) hatte zwar einen Tag vor Fristende einen Entwurf vorgelegt, von ÖVP und NEOS wird der aber abgelehnt. Der von der Arbeitsministerin vorgelegte Entwurf sieht vor, dass Unternehmen ab 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Einkommensberichte erstellen müssen. Geplant ist unter anderem ein Auskunftsrecht über das eigene und das Durchschnittsentgelt von Kolleginnen und Kollegen mit gleicher oder gleichwertiger Tätigkeit.