PRISTINA (dpa-AFX) - Kosovos geschäftsführender Ministerpräsident Albin Kurti ist wegen seiner schleppenden Verhandlungstaktik im Parlament seines Landes tätlich angegriffen worden. Die 61-jährige gelernte Ärztin war entnervt, weil Kurti schon wieder den Versuch einer konstituierenden Sitzung der Volksvertretung nach der letzten Parlamentswahl vom 7. Aktuell sucht Kurti weiter nach Koalitionspartnern, mit denen er sich zumindest auf die Besetzung des Parlamentspräsidentenamts einigen könnte, damit sich das neue Parlament konstituieren kann. August läuft zudem die 60-Tage-Frist, innerhalb derer das Parlament ein neues Staatsoberhaupt wählen muss. Kurti betrachte das Parlament als sein Eigentum, schimpfte etwa Enver Hoxhaj, Abgeordneter der Demokratischen Partei (PDK) und früherer stellvertretender Premier (2017-2019)./kl/DP/mis