MADRID/ROM (dpa-AFX) - Wegen grundsätzlicher Differenzen über den Umgang mit Migranten kontrollieren die beiden EU-Partner Italien und Spanien jetzt wieder gegenseitig ihre Grenzen - so wie in früheren Zeiten vor dem Schengen-Abkommen zum freien Reiseverkehr in Europa. "Es gibt Warteschlangen, Beeinträchtigungen bei den Dienstleistungen und den Mietwagenunternehmen. Im Jahr reisen etwa 5,4 Millionen Italiener nach Spanien und mehr als 3,2 Millionen Spanier nach Italien - meistens Urlauber. Aus spanischer Sicht ist Italiens Vorgehen nicht nur ungerechtfertigt, sondern auch ein Affront gegen Spanien und die europäische Zusammenarbeit. Die beiden anderen Koalitionspartner - Melonis Fratelli d'Italia und die Rechtspartei Lega - seien jedoch für einen harten Kurs gegen Madrid./cs/ro/er/DP/mis