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O-Töne-Festival: Sarah Wipauer präsentiert sagenhaften Roman
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Nicht ganz so fantastisch ist die Grundlage ihres Romans, wurde das Projekt einer Art Leichen-Rohrpost, die den Anrainern Ruhe vor den vielen in den Nächten durch Simmering rollenden Sarg-Kutschen verschaffen sollte, tatsächlich eine Zeit lang erwogen.
Die Geschichten, die sich Merian für ihre Gäste zurechtgelegt hat, sind so unzuverlässig wie die Auskünfte, die sie über sich selbst gibt ("Ich war schon immer da.").
Dabei hat sie jede Menge zu tun, das Informationsbedürfnis ihrer an eine ebenso wissbegierige wie aufmüpfige Schülerschar erinnernde Gruppe zu stillen.
Es geht um den Basilisken und den Reichsbrückeneinsturz, um Elefanten und Mammuts in Wien, um den Absturz der "Lauda Air"-Maschine und vieles mehr - und fast immer lesen sich die hier von der unzuverlässigen Erzählerin berichteten Geschichten anders als in den Geschichtsbüchern.
Und eine nüchterne Erkenntnis: "Am Ende kommt am Zentralfriedhof nur das heraus, was hineingekommen ist."