Jimin Oh-Havenith beginnt ihr viertes Schumann-Album mit den ABEGG-Variationen. Das Spiel der Pianistin ist flüssig und leicht, es wirkt spontan und ist in souveräner Weise stilsicher. Die Interpretation der Symphonischen Etüden (mit Appendix) ist nicht weniger spannend. Jimin Oh-Havenith überrascht uns mit einer sehr impressionistischen, wenn nicht gar pointillistischen Interpretation. Hinreissend leicht und tänzerisch wirbelt die neunte Etüde, während die zwölfte federnd leicht dahineilt, fernab jenem heroisch auftrumpfenden Charakter, den andere Interpreten diesem Stück gegeben haben.