Denn wenn sich nicht genug Freiwillige finden, um die Rekrutierungsziele zu erfüllen, könnte der Bundestag entscheiden, dass die Wehrpflicht zurückkommt. Und mit ihr eine Institution, die Millionen junge Männer in Deutschland durchlaufen haben, bis sie 2011 gemeinsam mit dem Wehrdienst ausgesetzt wurde: der Zivildienst. Der Zivildienst war in der Bundesrepublik 1960 eingeführt worden, als Ersatz für junge Männer, die keinen Dienst an der Waffe leisten wollten. Auch die Zahl der Zivildienstleistenden war mit den Jahren gesunken – nach 2004 waren es weniger als 100.000 Männer pro Jahr, die sich für den Dienst entschieden. „Junge Menschen sind kein Lückenbüßer für einen Sozialstaat, den die Bundesregierung über Jahre kaputtgespart hat“, sagt Parteichefin Ines Schwerdtner.