Man kann dem deutschen Filmemacher Wim Wenders, 80, Eitelkeit und einen Hang zum Pathos vorwerfen. Vor dem Makel des Altersstarrsinns hingegen scheint Wenders gefeit. Er gab nämlich bekannt, eine umstrittene Szene aus dem Film zu schneiden, den er 1974 mit der damals 13-jährigen Nastassja Kinski gedreht hatte. AnzeigeWenders Einsicht unterscheidet ihn von dem Schriftsteller Peter Handke, der das Drehbuch zu „Falsche Bewegung“ verfasste. Wie Wenders könnte er nun mit der Revision beginnen – um alte Wunden zu heilen.