Dafür, dass das Sprechtheater in Salzburg vor kurzem noch von der Abschaffung bedroht schien: sensationell! Für Salzburg hat Regisseur und Bühnenbildner Rasche eine neue Textfassung erstellt, die sich auf Faust, Mephisto und Gretchen konzentriert, Ersteren gibt es dafür auch in jung. Hat ein Autor einen Status wie der 83-Jährige, versteht sich, dass alles gedruckt wird, was er produziert, und sei es noch so undurchdringlich. Dann jedoch zieht sich Galic zurück und Harzer versucht, wie ein Getriebener keuchend, eine gefühlte Ewigkeit lang, sich an den Text zu erinnern. AnzeigeMitte August folgen Jette Steckels Molière-Inszenierung „Der Menschenfeind“ und die neue Elfriede Jelinek.