Der französische Psychothriller „Guru“ (Regie: Yann Gozlan) nimmt sich nun den echten Sekten-Cruise, prominentestes Scientology-Mitglied, zum Vorbild. Der Motivationscoach Matt Vasseur (einnehmend: Pierre Niney) frönt nicht toxischer Maskulinität, sondern toxischer Positivität. Alles könnte so fein sein, wäre da nicht der böse Staat, der ihm und der ausbeuterischen Selbsthilfeindustrie (die wir in echt auch allzu gut kennen) mit Regulierung droht. Ein Stein des Anstoßes für die Abwärtsspirale des immer paranoider werdenden Influencers. Rachedurst also gelöscht – und nun?