Gentherapien eröffnen neue Möglichkeiten zur Behandlung schwerer und bislang unheilbarer Erkrankungen. Der Tod eines sechsjährigen Mädchens nach einer experimentellen Geneditierungstherapie in China hat diese Risiken erneut in den Fokus gerückt. Kürzlich berichtete das Fachjournal Science und der Blog Retraction Watch über den Todesfall. Die Ende März 2025 durchgeführte Behandlung richtete sich gegen das Gen CHD3, dessen Mutation das seltene Snijders-Blok-Campeau-Syndrom (SNIBCPS) verursachen kann. Die Eltern hatten für die noch nicht erprobte Behandlung nach Medienberichten umgerechnet rund 700.000 Euro bezahlt und sollen nicht umfassend über die potenziellen Risiken aufgeklärt worden sein.