Lang, der die Wiener Moderne wie ein Schwamm aufsog, war zeit seines Lebens ein Seismograf für bleibende Stimmungen. Er zeichnete in seinen Filmen gerne die zweite industriell-technologische Revolution der 1920er- und 1930er-Jahre in seinen Filmen nach und wirkte des Öfteren geradezu prophetisch. Mabuse“ oder „Die Nibelungen“ prägten die Zeit. Lang reüssierte im Stumm-, wie auch im Tonfilm und prägte nach dem deutschsprachigen Raum und der Flucht vor den Nazis ab den 1940er-Jahren auch das amerikanische Kino. Doch schon mit seinem US-Debüt „Fury“ (1936) über die dortige Lynchjustiz machte er sich in den Vereinigten Staaten unsterblich.