Angehörige sind weder verpflichtet noch in der Lage, die alleinige Verantwortung zu übernehmen. Die betroffene Person selbst ist verantwortlich dafür, die Erkrankung einzugestehen, sich gegenüber anderen zu äußern und sich für professionelle Hilfe zu entscheiden. Helfen ja, retten nein. Nur ein klares „Nein zum Retten wollen“ ist ein „Ja zu ausreichend Selbstfürsorge“ und damit die Fähigkeit, langfristig helfen zu können. Und wenn sie Ja zu sich selbst gesagt haben, nehmen sie sich Zeit für sich und ihr eigenes Leben: ihre Freunde, ihre Hobbys, für Bewegung, Meditation, ein Vollbad, lange Spaziergänge, Saunabesuche.