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Cem Ince: Warum es im Bundestag ein Vorteil ist, kein Akademiker zu sein
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SchließenArtikelzusammenfassungCem Ince bringt den Bundestag kurz aus dem Skript, als der VW-Betriebsrat und Linken-Abgeordnete eine CDU-Zwischenfrage mit der biografischen Pointe des echten Werkstors kontert.
Politisch ist Ince für die Linke ein Hoffnungsträger und Stresstest zugleich, weil er jene rare Figur verkörpert, von der die Partei dauernd spricht, die sie aber an der Urne viel zu selten erreicht: den organisierten Industriearbeiter statt des urbanen Akademiker-Milieus mit Siebdruck-Ästhetik.
Dabei zeichnet der Artikel nüchtern nach, wie brüchig das Terrain geworden ist — AfD-Aufstieg, Werkskrisen, E-Mobilitätsumbau, Tarifkonflikte, Stellenabbau — und wie Inces Pragmatismus im parlamentarischen Maschinenraum fast altmodisch wirkt, gerade weil er mit CDU-Leuten reden kann, ohne seine Kritik zu softlaunchen.
Am Ende steht kein Revoluzzer-Mythos, sondern eine melancholische Rettungsmission: Ince will ein industrielles Deutschland konservieren, das nach Lindenblüten, Sozialpartnerschaft und Aufstieg durch Bildung roch und nun, ziemlich unsentimental, vor seinen Augen zerfällt.
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