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Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Lungenkrebs stärker beachten
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Lungenkrebs ist nach Brustkrebs weltweit die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen.
Während Inzidenz und Mortalität bei Männern in vielen Industrieländern seit Jahren rückläufig sind, steigen sie bei Frauen in zahlreichen Regionen weiterhin an oder gehen deutlich langsamer zurück.
Zudem werden geschlechtsspezifische Unterschiede im Immunsystem, Arzneimittelstoffwechsel und in der Genregulation beschrieben, deren Einfluss auf Tumorentstehung und Therapieansprechen Gegenstand aktueller Forschung ist.
Dazu tragen unter anderem das weiterhin verbreitete Bild des "typischen" Lungenkrebspatienten als älterer männlicher Raucher sowie die geringere Aufmerksamkeit für Lungenkrebs bei Nichtraucherinnen bei.
Aber es wird deutlich, dass biologische und gesellschaftliche Geschlechtsunterschiede bei Prävention, Diagnostik und Behandlung stärker berücksichtigt werden sollten.