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Ukrainischer Angriff im Kaspischen Meer: Ist das schon ein Krieg der Großmächte?
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DIE ZEIT | Nachrichten, News, Hintergründe und Debatten
SchließenArtikelzusammenfassungEin Beschuss im Kaspischen Meer macht aus einem vermeintlichen Side-Story-Moment plötzlich geopolitischen Prime Time Content.
Im Iran kursieren seither drei Deutungen wie in einem etwas düsteren Talkshow-Panel: Kiew wolle sich bei Trump einschmeicheln, handle als Tool von USA, Israel oder Nato, oder der Schlag sei ein Stellvertreter-Konter im Schatten der Huthi-Angriffe auf saudische Schiffe.
Gerade darin liegt der eigentliche Scoop des Stücks: Die bislang halbwegs getrennt behandelten Kriege in der Ukraine und gegen den Iran beginnen sich zu verschränken, nicht nur über Drohnen und Tech-Transfers, sondern über Signale, Abschreckung und die Logik des Proxy War.
Zwar sprechen beide Seiten nun über Deeskalation, doch weil Teheran weder eine zweite Front gebrauchen kann noch Gesichtsverlust riskieren will, bleibt der tote Seemann auf dem Frachter ein Menetekel für das Eskalationspotenzial dieser neuen Konfliktachse.
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