Die in der Ukraine geborene amerikanische Pianistin Inna Faliks beginnt ihr neues Album mit zwei eigenen Stücken. Eines der von ihr komponierten Werke, Wandering Stranger, enthält Passagen, in denen die Pianistin nicht nur spielt, sondern auch singt. Es folgten die an den Tristan erinnernde Elegie von Richard Wagner und die revolutionären Drei Klavierstücke von Arnold Schönberg. Dabei gelingt es Faliks sehr gut, etwas von den romantischen Wurzeln spürbar werden zu lassen und mit dem radikal Neuen zu verbinden, so dass ihre Interpretation ungemein spannend wird. Das Finale ist zunächst unentschlossen, eher es lyrischer wird, aber immer wieder in die Unentschlossenheit zurückfällt, die Faliks mit sehr persönlicher Phrasierung spürbar werden lässt.