Ich hatte mich breitschlagen lassen, den Off-hour-Service im Wohnheim zu übernehmen: Wenn neue Studierende spätabends ankamen und ihre Schlüssel brauchten, riefen sie mich an. Seine ruhige Art und sein Interesse an den verschiedensten Dingen von Politik bis hin zu Kommunikationstheorien und Psychologie beeindruckten mich. Und ich fühlte mich in seiner Gegenwart einfach wohl. Wir tanzten die ganze Nacht und saßen im Morgengrauen stundenlang vor dem Wohnheim und unterhielten uns: über unsere Familien, sein Aufwachsen auf dem Land, über Strickpullis und Grönemeyer. Und wenn wir uns in unserem trubeligen Alltag etwas Gutes tun wollen, bringen wir dem anderen Schokopudding aus dem Supermarkt mit.«