Sorge fährt mit offenkundiger Ironie fort, der Kanzler werde seine Entscheidung angesichts der Ereignisse der letzten Tage und am Vorabend mehrerer Landtagswahlen »mit Bedacht« getroffen haben. »Zu hoffen bleibt, dass sie einer übergeordneten Logik folgt, die größer ist als die Summe einzelner Personalentscheidungen.« Die Stellungnahme des geschassten Staatssekretärs geht sprachlich noch einmal über eine Erklärung Schnieders vom Sonntag hinaus. Der scheidende Verkehrsminister hatte in sozialen Medien um Entlassung gebeten und dies damit begründet, er wolle »den unwürdigen Zustand beenden, der die notwendige sachliche Arbeit unmöglich macht.« Die Existenz dieses Zustands brachte er dabei – rein sprachlich – aber nicht in Verbindung mit dem Bundeskanzler.