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Amtsgericht: Kleine Verbrechen
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DIE ZEIT | Nachrichten, News, Hintergründe und Debatten
SchließenArtikelzusammenfassungVor Gericht wird Berlin zur Bühne kleiner und großer Absurditäten.
Zuerst eskaliert auf der Schönhauser Allee ein Prenzlauer-Berg-Mom-Meltdown um einen neben einem Lastenrad laufenden Labrador, dann müht sich ein Richter durch widersprüchliche Aussagen, ein wackliges Handyvideo und die bange Frage, ob die Justiz wirklich für solche Mikrodramen im Urban Jungle gebaut ist.
Danach kippt die Szenerie ins Crime-Genre: Zivilpolizisten jagen mutmaßliche Raser über die Landsberger Allee, doch obwohl alles nach illegalem Street-Racing aussieht, kassiert das Gericht den Fall mangels belastbarer Beweise ein – ein Lehrstück über Wahrnehmung, Rechtsstaat und die Tücken des Augenscheins.
Im dritten Akt wird aus dem Beauty-Business ein Body-Horror-Podcast, als eine Frau nach einer missglückten „Cat-Eyes“-OP mit entzündeten Lidern, Schmerz und gegenseitigen Erpressungsvorwürfen ringt, während das Gericht im Nebel aus Pfusch, Eitelkeit und Identitätsdebatten feststeckt.
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