None
DE
Bregenzer Festspiele - „La traviata“: Dem Sterben am See fehlt die Poesie
['Anna Mika']
krone.at - schlagzeilennewsletter Werbung
Man fragt sich, wieso die armen Protagonisten ständig knietief im Wasser waten müssen, oder warum das Liebesnest des Paares, das Alfredo als „quasi in paradiso“ bezeichnet, aus einem nahezu kahlen Raum besteht, der gerade blassrosa ausgemalt wird – dieser Raum ist ein geöffnetes Segment des Spiegels.
Der „Luxus“, in dem das Paar nach Aussage Vater Germonts lebt, zeigt sich später als große Projektion von kostbaren Blumen, wie überhaupt Projektionen immer wieder einen Teil der Geschichte fortspinnen.
Als Alfredo zur sterbenden Violetta zurückkehrt und sie gemeinsam von einem neuen Leben träumen, sieht man ihr Liebesnest als Projektion, wo sich das Paar mit Malerpinseln neckt.