Besser wäre es noch gewesen, wenn sich die Stimme akustisch näher am Gitarrenklang befände und nicht recht weiträumig dahinter. Dann hätte man glauben können, der Sänger begleite sich auf der Gitarre, auch wenn hier zwei Gitarristen spielen. Die Gitarren bringen ein weiteres Charakteristikum ins Spiel, das der Intimität und einer großen Natürlichkeit, als sei es selbstverständlich, dass dieser Schubert-Zyklus mit Gitarrenklang aufgeführt werden soll. Ich rate jedenfalls jedem, der diese Lieder mag und aus vielen anderen Interpretationen mit Klavier kennt, sich diese Aufnahme anzuhören. Der Schmerz sitzt tief und wird mit viel unmittelbarer Ausdruckskraft zutage gefördert,Das alles ergibt in Verbindung mit dem Gitarrenklang einen sehr kreativen und phantasievollen Zugang zur Winterreise!