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Vom Harnwegsinfekt zum Gehirnabszess: Wie bakterielle Subpopulationen in entfernt liegende Körperstellen vordringen
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Pressemitteilungen - idw - Informationsdienst Wissenschaft
Die Analyse ergab, dass im Urin des Patienten neben einer „klassischen” bakteriellen Population eine zweite, deutlich virulentere Subpopulation existierte, die auch im Gehirnabszess nachgewiesen werden konnte.
In weiterführenden mechanistischen Untersuchungen, die gezielte Genomveränderungen, funktionelle Analysen und Infektionsmodelle umfassten, rekonstruierten sie die evolutionären Schritte, die zu der Entstehung der virulenteren Subpopulation führten.
Frühere Arbeiten der Gruppe hatten bereits darauf hingewiesen, dass gewöhnliche Klebsiella pneumoniae-Bakterien durch einfache Mutationen, die zu einer größeren Kapsel führen, virulenter werden konnten.
Die Forschenden gehen davon aus, dass der Schweregrad einer Infektion von der Art der zugrunde liegenden Mutationen sowie vom Zustand des Patienten oder der Patientin abhängt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt, den dieser Fall aufzeigt, ist, dass unkontrollierte akute und latente Infektionen die Entstehung heterovirulenter Populationen ermöglichen.
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