„Patientinnen und Patienten, die auf eine intensivmedizinische Versorgung angewiesen sind, befinden sich immer in einer Ausnahmesituation“, sagt Dr. Katharina Tigges-Limmer, Leiterin der Medizinischen Psychologie am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen. Vertrauensverlust und AngstDr. Tigges-Limmer und ihr Team befassen sich auch auf wissenschaftlicher Basis mit den häufigsten psychischen Belastungen auf der kardiologischen und kardiochirurgischen Intensivstation mit dem Ziel, Patientinnen und Patienten die bestmöglichen Strategien zu vermitteln, um diese schwierige Zeit zu bewältigen. Dabei muss gut auf den Bewusstseinszustand des Patienten und dessen Aufnahme- und Verarbeitungsvermögen geachtet werden. Psychologische Kontakte auf der Intensivstation sind deswegen in der Regel kürzer und häufiger. Hier können die Wartezeit auf ein Spenderherz und die große Operation mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine zu erheblichen psychischen Belastungen führen.