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Ein Computer ohne Schaltkreise, gebaut aus Flüssigkeit und Teilchen
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Pressemitteilungen - idw - Informationsdienst Wissenschaft
Instanz: TeilenTeilen:Ein Computer ohne Schaltkreise, gebaut aus Flüssigkeit und TeilchenHelena Dietz Stabsstelle Kommunikation und MarketingUniversität Konstanz23.07.2026 16:38Ein Computer muss nicht zwingend aus elektronischen Schaltkreisen bestehen: Die kollektive Bewegung mikroskopischer Oszillatoren eröffnet eine neue Form der Informationsverarbeitung.
Ein sehr ungewöhnliches Konzept der Datenverarbeitung wurde von Forschern der Universitäten Konstanz und Stuttgart experimentell umgesetzt: ein Computer, der aus mehreren hundert mikroskopisch kleinen Teilchen besteht, die sich in einer Flüssigkeit annährend auf Kreisbahnen bewegen.
Anstatt Informationen in präzise konstruierten elektronischen Schaltkreisen zu verarbeiten, nutzt ihr System die komplexe Dynamik der Wechselwirkungen eines Kollektivs von Teilchen.
Gerade bei stark verrauschten Messdaten – etwa aus der Seismologie oder Klimaforschung – können solche feinen Veränderungen wichtige Frühwarnsignale sein.
Eine äußere Anregung (rot) erzeugt eine kollektive Dynamik der Teilchen, aus der ein hochdimensionales Ausgangssignal (blau) entsteht.