Seit Jahrzehnten werden die Giftcocktails der rund 750 Arten umfassenden Gattung der Kegelschnecken bereits untersucht. Ein typisches Gift dieser Tiere enthält hundert bis tausend bioaktive Substanzen, die über eine Art Harpune in die Beute injiziert werden. Diese Verbindungen können auch auf das menschliche Nervensystem wirken, wobei sie an Rezeptoren andocken, die wichtig für die Schmerzreizleitung sind. Das macht sie als Alternative zu Opioiden interessant, da diese starke Nebenwirkungen haben können. Ein Medikament, das aus einem sogenannten Peptid entwickelt wurde, wird heute bereits zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt.