Seit 2016 gibt es in Italien ein Gesetz gegen das Caporalato, das auch Unternehmen fördern sollte, die sich an Arbeits- und Sozialstandards halten. Doch von rund einer Million landwirtschaftlichen Betrieben gehören bisher nur 11.895 der „Rete del lavoro agricolo di qualità“ an – dem entsprechenden, staatlich vorgesehenen Netzwerk zur Zertifizierung fairer Arbeitsbedingungen. „Wir müssen Anreize schaffen, damit mehr Unternehmen diesem Netzwerk beitreten“, fordert Chiara Gribaudo von der sozialdemokratischen Partito Democratico, Vorsitzende der parlamentarischen Untersuchungskommission zum Thema, zuletzt in italienischen Medien.