Andere erklären es sachlicher: Beziehungen mit Männern kosten zu viel Energie, es kommt zu wenig zurück - und oft steht am Ende nur noch Ernüchterung. Gemeint ist damit die Resignation vieler heterosexueller Frauen, die Beziehungen mit Männern als strukturell unausgewogen, emotional erschöpfend und kaum veränderbar empfinden. Die New York Times und andere Medien haben das Phänomen ausführlich beschrieben - und damit dazu beigetragen, dass der Begriff aus dem akademischen Diskurs in den Alltag gesickert ist. Diese wachsende Wertelücke macht das Zusammenfinden schwieriger und befeuert die Erschöpfung - auf beiden Seiten wohlgemerkt, wie die Zeitung beschreibt. Was es gibt, das sind viele Frauen, die online darüber reden - und Medien, die das aufgreifen und verstärken.