Hinzu komme eine zweite Entwicklung, die selbst erfahrene Marktbeobachter überrasche: Während die Beschäftigungsdynamik spürbar nachlasse, ziehe die Investitionstätigkeit an. Ökonomen würden von einer historischen Anomalie sprechen: In den vergangenen Jahrzehnten seien Arbeitsmarkt und Investitionszyklus weitgehend parallel zueinander verlaufen. Milliarden würden in Infrastruktur und Anwendungen fließen, die das Produktivitätswachstum auf eine neue Stufe heben könnten. Die Auswirkungen auf die Verbraucherpreise würden mit Verzögerung spürbar, dann aber nachhaltig sein - vor allem, wenn weitere protektionistische Maßnahmen folgen würden. Die aktuelle konjunkturelle Stärke könnte sich als Momentaufnahme erweisen, die wenig über die langfristige Entwicklung aussage.Divergenz: Investitionsdynamik treffe auf Arbeitsmarktschwäche