Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über die Krise bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Pflegeversicherung debattiert wird. Was in nüchternen Worten daherkommt, bedeutet nichts anderes, als dass Geld von Beitragszahlern für Leistungen ausgegeben werden, die diesen nicht direkt zugutekommen. Von den Pflegekassen wurden allein während der Corona-Pandemie nach Angaben des Sozialverbands VdK 13,1 Milliarden Euro für versicherungsfremde Leistungen abgeführt. Werden die Leistungen aus Steuermitteln bestritten, verhält es sich umgekehrt. Und dann ist da noch die Forderung, die private Krankenversicherung abzuschaffen, in der etwa zehn Prozent der Bundesbürger abgesichert sind und die für Beamte sogar Pflicht ist.