Im Skandal um den ehemaligen Wirecard-Vorstand und mutmaßlichen russischen Spion Jan Marsalek hat sich der frühere Geheimdienstkoordinator der Bundesregierung Bernd Schmidbauer (CDU) in Widersprüche verwickelt. Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins Kontraste vom rbb pflegte Schmidbauer, der bis 1998 Staatsminister im Kanzleramt war, offenbar engere Kontakte zu Marsalek als bisher bekannt. Österreichische Ermittlungsakten, die Kontraste vorliegen, legen den Verdacht nahe, Schmidbauer könnte ein Treffen mit Marsalek nicht genannt – und damit im Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestags die Unwahrheit gesagt haben. Die Kontraste vorliegenden Ermittlungsakten aus Österreich zeigen: Auch in Bezug auf die Dauer und Teilnehmer des Treffens mit Marsalek machte Schmidbauer in den Vernehmungen unterschiedliche Angaben. „Wir sind dazu mit der Bundesregierung im Dialog“, so Henrichmann zu Kontraste.