Zudem hatten die Nachteulen über einen Beobachtungszeitraum von rund 14 Jahren hinweg ein 16 Prozent höheres Risiko eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls als die Menschen mit mittlerem Chronotyp. Bei Frauen war der Zusammenhang zwischen dem späten Chronotyp und einer schlechten Herz-Kreislauf-Gesundheit noch stärker ausgeprägt als bei Männern. Nachteulen haben oft ungesunde AngewohnheitenAllerdings scheint nicht der Chronotyp an sich ausschlaggebend für den negativen gesundheitlichen Effekt zu sein, sondern vielmehr Gewohnheiten, die oft mit dem späten Rhythmus einhergehen. „Abendmenschen neigen möglicherweise eher zu Verhaltensweisen, die sich auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können, wie zum Beispiel schlechtere Ernährung, Rauchen und unzureichender oder unregelmäßiger Schlaf.“Die Gruppe sieht darin gute Nachrichten für die Nachteulen, da sich solche Gewohnheiten ändern lassen. Auch manche Therapien und Behandlungsansätze könnten sich mit diesem Wissen besser auf die jeweiligen Personen zuschneiden lassen.